• Thomas Schnitzler

Bauanleitung Nodalpunktadapter

Aktualisiert: 19. Mai 2018


Einleitung

Ein Nodalpunktadapter verbessert die Aufnahme von Panoramen. Fotografiert man die einzelnen Bilder ohne ihn, lassen sich die Bilder meist nicht sauber zusammensetzen, der Vordergrund ist gegen den Hintergrund verschoben. Das liegt daran, dass sich die Kamera um den falschen Punkt dreht. Für perfekt  zusammensetzbare Aufnahmen muss die Kamera an einem Nodalpunktadapter befestigt werden und sich um den richtigen Punkt drehen, dann werden Verschiebung von Vorder- und Hintergrund vermieden. Hierfür muss man den Nodalpunkt seiner Kamera/Objektiv-Kombination bestimmen. Wie dies funktioniert ist auf vielen Internetseiten beschrieben, Links zu diesen Seiten finden sich weiter unten. Wenn man keine Objekte im Vordergrund des Bildes hat, kann man aber auch auf einen Nodalpunktadapter verzichten.


Kommerzielle, professionelle Nodalpunktadapter sind recht teuer, aber man kann sich für relativ wenig Geld selbst einen bauen. Im Netz gibt es zahlreiche Anleitungen für den Selbstbau, z.T. richtig günstige bei denen einfache Baumarktwinkel zum Einsatz kommen. Hier wird eine etwas aufwendigere Ausführung beschrieben, die stabil, bequem zu bedienen, und für mehrzeilige Panoramen geeignet ist.Etwas Bastelarbeit ist natürlich notwendig. Wenn man preiswerte Komponenten einsetzt, liegen die Kosten bei etwa 100 EUR. Gebaut und getestet wurde dieser Nodalpunktadapter aber nur mit den auf den Bildern gezeigten Bauteilen.



Bauanleitung


Teile von der Firma item, erhältlich unter www.item24.de

  • Item Profil 6, 30x12 mm, leicht, drei Seiten geschlossen, 0.0.478.05, Länge 180 mm   (1 Stk) (Nr. 3)

  • Item Profil 6, 30x30 mm 3N, leicht, drei Seiten geschlossen, 0.0.478.27, Länge 160 mm  (1 Stk) mit Gewinde für Verbindungssatz an der Stirnseite (Anschlussbearbeitung Stirnseitig, 0.0.419.15)  (Nr. 5)

  • Item Standard Verbindungssatz 6, 0.0.439.10   (1 Stk)  (Nr. 6)

  • Item Nutenstein 6 M6, 0.0.419.40   (3 Stk)  (Nr. 4)

  • Item Winkelsatz 6, 30x30 mm, 0.0.419.67   (1 Stk)  (Nr. 8)

  • Item Abdeckkappe 6, 30x30 mm, 0.0.419.22    (1 Stk)  (Nr. 12)

  • Item Abdeckkappe 6, 30x12 mm, 0.0.478.09    (2 Stk)  (Nr. 11)

  • Item Abdeckprofil 6, 24x3 mm, 0.0.439.34        (1 Stk)  (Nr. 7)

Kosten: etwa 30 EUR



Aus dem Baumarkt wird noch benötigt

  • Sterngriffmutter    (1 Stk) (Nr. 9)

  • Schraube und Unterlegschraube für Sterngriffmutter   (1 Stk)

  • Schrauben M6, kurz mit Innensechskant    (3Stk)

Kosten: etwa 10 EUR




Aus dem Fotohandel

  • Schnellkupplung  z.B. eine preiswerte der Firma Mengs  (1Stk) (Nr. 10) (ca. 16 EUR) Amazon Produktseite

  • Schnellkupplung  Cullmann Concept One OX398 (ca. 58 EUR)  Amazon Produktseite

  • oder preiswerter eine Mengs PU 200, jedoch hatte diese keine Skalierung.(ca. 12 EUR) Amazon Produktseite

  • Wechselplatte mit Skala, z.B. Cullmann MX496 für die Befestigung des Alu-Profils am Stativkopf. (ca. 29 EUR) Amazon Produktseite

  • oder preiswerter Mengs PU140, jedoch ohne Skalierung. (ca. 10 EUR) Amazon Produktseite

Kosten: Bei Verwendung der Cullmann Produkte etwa 110,00 EUR oder bei Produkten der Firma Mengs nur etwa 60 EUR.



Bei der Schnellkupplung und den Wechselplatten kann man einen beliebigen Hersteller wählen, hier wurden Teile von Cullmann verwendet weil diese noch ungenutzt „rumlagen“. Wichtig ist natürlich, die Platten müssen kompatibel mit der Schnellkupplung bzw. dem Stativkopf sein. Eine Skalierung an den Wechselplatten hilft später beim Einstellen der Kameraposition. Die Länge der Wechselplatte, die zur Verbindung mit dem Stativkopf dient, ist abhängig von der Größe der Kamera und ob man mit oder ohne Batteriegriff fotografieren möchte. Mit ihr wird später dafür gesorgt, dass sich die Kamera genau über der Drehachse des Stativkopfes befindet. Die hier verwendete Länge ist ausreichend für eine Canon 6D mit Batteriegriff. Die Wechselplatte zur Befestigung der Kamera am Nodalpunktadapter sollte nicht kürzer gewählt werden, je nach Kamera-Objektiv-Kombination ist ein großer Verstellweg notwendig.

Die beiden Profile werden über den Standardverbindungsatz verbunden, dafür ist ein weiteres Loch im 30x12 Profil notwendig (damit später die Schraube festgezogen werden kann) (Nr. 13). Nun noch einen weiteren Nutenstein  für den Winkelsatz (Nr. 8) einsetzen und zum Schluss den Verbindungssatz (Nr. 6).

Im 30x30 Profil wird eine Bohrung am oberen Ende benötigt, hier wird später die Schraube mit Schnellkupplung und Sterngriffmutter befestigt. Jetzt noch einen Nutenstein für den Winkelsatz (Nr. 8) in das Profil einbringen.

Beide Profile mit Hilfe des Standardverbindungssatzes und dem Winkelsatz verschrauben. Abdeckkappen aufstecken und die Abdeckprofil auf die richtige Länge schneiden, für das 30x12 Profil muß die Nut des Abdeckprofils an den Positionen der Nutensteine entfernt werden. In das Abdeckprofil für das 30x30 Profil muß noch ein Loch für die Schraube gebohrt werden.

Sind die Abdeckprofile montiert, kann die Schnellkupplung mit der Schraube und der Sternmutter mit Unterlegscheibe angebracht werden. Es ist wahrscheinlich notwendig das Schraubloch in der Schnellkupplung etwas aufzubohren und ggf. den Kopf der Schraube etwas kleiner zu schleifen. Das hängt aber von den jeweils verwendeten Produkten ab. Die lange Wechselplatte wird an der Kamera befestigt und über die Schnellkupplung am Nodalpunktadapter angebracht. Mit Hilfe der Sternschraube kann der Winkel geändert werden um mehrzeilige Panoramen erstellen zu können, über die Schnellkupplung kann man den ermittelten Nodalpunkt einstellen, beim Wiederfinden des einmal ermittelten Nodalpunktes hilft die Skalierung auf der Wechselplatte.




Erweiterung

Der oben beschriebene Nodalpunktadapter sollte auf jedem Stativkopf mit integriertem Drehteller funktionieren.

Sollte man einen Stativkopf ohne Panoramafunktion haben, z.B. einen Uniqball, dann muß der Nodalpunktadapter noch um eine Panoramaplatte erweitert werden.

Kosten: ab etwa 175 EUR bei Verwendung der Novoflex Drehteller, soll es preiswert werden, kann man alternativ auch den Mengs PAN-0 Drehteller einsetzen, dann liegen die Kosten bei nur etwa 40 EUR.


Aus dem Fotohandel




Links





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Thomas Schnitzler Naturfotografie