Symbolbild für eine Karte mit einem Weg und einem Standortpin

Island entdecken

Von der Ringstraße bis tief ins Hochland – entdecke die unterschiedlichen Landschaften Islands und finde heraus, welche Reise am besten zu dir passt.

Island ist mehr als die Ringstraße

Island ist ein Land voller Kontraste. Du wirst Gletscher, Vulkane, schwarze Strände, bunte Berge, unzählige Wasserfälle und die Kargheit des Hochlands sehen. Die Ringstraße führt dich zu den bekanntesten Highlights entlang der Küste. Wenn du ins Hochland fährst wirst du die ruhigere Seite Island kennenlernen.

Keine Route ist besser als die andere. Es kommt darauf an, was du erleben möchtest, wie viel Zeit du hast und welche Art von Reise dir am Besten gefällt.

Berglandschaft mit bunten Bergen, Fluss und bewölktem Himmel

Ringstraße oder Hochland?

Ringstraße

✓ Perfekt für die erste Islandreise
✓ Gut ausgebaute Straße
✓ Leicht zugänglich
✓ Viele Highlights auf kurzer Distanz
✓ 7–14 Tage ideal
✓ Gute Infrastruktur
✓ Für jedes Wetter geeignet
✓ Mehr belebte Orte

Hochland

✓ 4x4 Fahrzeug erforderlich
✓ Nur im Sommer befahrbar
✓ F-Straßen und Flussdurchfahrten
✓ Nur für erfahrene Fahrer
✓ Abgelegene Regionen
✓ Unberührte Natur
✓ Abenteuer und Herausforderung
✓ Wenig bis keine Infrastruktur

Meine Empfehlung

Wenn du genügend Zeit hast, kombiniere beides! Wechsel das Fahrzeug, erlebe die Highlights der Ringstraße und die unberührte Wildnis des Hochlands.

Die Ringstrasse

Die Ringstraße (Route 1) ist Islands Hauptverkehrsstraße. Sie führt einmal um die Insel herum und ist etwa 1.400 Kilometer lang. Dabei verbindet sie die größten Städte und viele der bekannten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Entlang der Ringstraße erwarten dich beeinfruckende Küstenlandschaften, einmalige Vulkanlandschaften, riesige Gletscher und unzählige Wasserfälle. Zu den bekanntesten Highlights zählen der Seljalandsfoss, der Gullfoss, das Geysir-Gebiet, der Thingvellir-Nationalpark, die schwarzen Strände von Vik die Gletscherlagune Jökulsárlón mit dem Diamond Beach, der Godafoss und der Dettifoss. Es gibt aber noch so viel mehr zu sehen!
Die Strasse ist gut ausgebaut und kann problemlos mit einem normalen Pkw befahren werden. Es gibt viele Hotels, Campingplätze, Restaurants und Tankstellen.
Wer noch mehr von Island entdecken möchte, kann die Route 1 problemlos durch Abstecher auf die Halbinsel Snæfellsnes oder in die Westfjorde erweitern. Meiner persönlichen Meinung nach, würde ich diese Ziele dem Golden Circle vorziehen. Auch für diese Abstecher ist ein normaler PKW meist ausreichend.

Ein Wasserfall fließt in eine Schlucht, mit einem Regenbogen im Wassernebel im Vordergrund.
Ein Fluss mit Wasserfällen fließt durch eine grüne Landschaft mit Bergen im Hintergrund, unter einem bewölkten Himmel.
Schneebedeckte Berge bei Sonnenuntergang, dunkler Sandstrand im Vordergrund, skandinavische Landschaft
Ein abgestürztes Flugzeug liegt im Schnee auf einer kargen, eisigen Landschaft bei Sonnenuntergang, mit einem dramatischen Himmel im Hintergrund.
Ein Wasserfall während des Sonnenuntergangs mit rotem Licht, Wasser strömt von einer Klippe in eine Flusslandschaft, im Hintergrund ein Himmel mit Wolken und die Sonne, die den Horizont beleuchtet.
Eisblöcke am schwarzen Sandstrand bei Sonnenuntergang, mit Bergen im Hintergrund und bewölktem Himmel.
Felsenformation im Wasser bei Sonnenuntergang, dunkle Wolken am Himmel.
Blick aus einer Höhle auf den Ozean mit Felsen im Wasser und bewölkten Himmel
Ein Wasserfall im Sonnenuntergang auf Island, mit rotem Gestein und grünem Gras im Vordergrund, und einem weiten Himmel mit Wolken im Hintergrund.

Wandkalender "Island - Die schönsten Wasserfälle"

Die 12 Wasserfälle in diesem Wandkalender "Die schönsten Wasserfälle Islands" sind nur eine kleine Auswahl dieser fantastischen Naturwunder. Nach vielen Reisen durch dieses eindrucksvolle Land und zahlreichen Reiseberichten, ist dieser einzigartige Kalender entstanden.

Ins Hochland

Im Hochland Islands findest du eine ganz andere Landschaft. Sie ist geprägt von Vulkanlandschaften, Lavafeldern, schwarzen Sandwüsten, Gletschern, aber auch farbenfrohen Rhyolithbergen. Das Wetter ist deutlich rauer als an der Küste, du musst mit starkem Wind und niedrigeren Temperaturen rechnen.

Einige Abschnitte meiner Fahrten durch das Hochland habe ich auf Video festgehalten, sie vermitteln einen ersten Eindruck von der Landschaft und den Straßen → Videos von Fahrten durch das Hochland.

Trotz steigender Besucherzahlen ist das Hochland wesentlich ruhiger als die Ringstraße. Wer die Natur Islands erleben möchte und eher karge Landschaften mag, gerne auch mal stundenlang kaum andere Menschen sieht, der ist im Hochland richtig.

Die Hochlandstraßen, die sogenannten F-Roads, sind ausschließlich im Sommer geöffnet. Wann sie im Frühjahr freigegeben und im Herbst wieder gesperrt werden, hängt von den Wetter- und Straßenverhältnissen ab. Den aktuellen Status aller Hochlandstrecken findet man auf road.is. Im Winter sind die Straßen für den normalen Verkehr gesperrt und nur mit organisierten Touren oder speziell ausgerüsteten Super-Jeeps befahrbar.

Ausreichend Kraftstoff, Essen und Getränke sollte man dabei haben, es gibt nur sehr wenige bis gar keine Tankstellen, Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten. Ein Fahrzeug mit Allradantrieb ist unbedingt erforderlich und je nach Strecke reicht ein Duster oder RAV4 oder ähnliche Fahrzeuge nicht aus. Die F-Roads sind Schotterstraßen, der Zustand kann sich je nach Wetter, Wartung und Nutzung stark variieren. Manche Abschnitte lassen sich problemlos befahren, andere bestehen fast nur aus Schlaglöchern oder groben Steinen. Oft kommt man nur langsam voran. Die Fahrzeiten werden von Google Maps meist viel zu niedrig geschätzt. Ein Ausflug zur Askja dauert beispielsweise mindestens einen ganzen Tag, obwohl die reine Entfernung zur Ringstraße gar nicht so groß ist. Eine zu geringe Bodenfreiheit des Fahrzeugs oder grobe Hindernisse können Schäden am Unterboden des Fahrzeugs verursachen. Diese sind in der Regel nicht versichert.

Die größte Herausforderung auf den F-Roads sind nicht die Schlaglöcher oder Steine, sondern die Furten (Flüsse) die durchquer werden müssen. Es ist wichtig vor jeder Durchfahrt die Tiefe des Wasser und die Strömung zu überprüfen. Ist man unsicher, lohnt es sich, andere Fahrzeuge zu beobachten oder die Furt zu Fuß zu kontrollieren. Die Wassertiefe kann sich durch Regen stark ändern. Flüsse die gestern noch problemlos waren können am nächsten Tag unpassierbar sein. Erscheint eine Durchfahrt zu riskant, gibt es nur eine vernünftige Entscheidung: umkehren. Wasserschäden am Motor, genauso wie Schäden am Unterboden sind in der Regel nicht versichert und können sehr sehr teuer werden. Hinzu kommen ggf. noch hohe Kosten für die Bergung des Fahrzeugs. Besonders kleinere SUVs erreichen bei tiefen Furten oder großen Steinen schnell ihre Grenzen.

Für Fahrten ins Hochland sollte man immer genügend Zeit einplanen und man sollte sich bereits vor der Tour über die gewählte Strecke und mögliche Alternativen informieren. Nach Landmannalaugar gelangt man beispielsweise über die F26 und anschließend die westliche F208 ohne Flussdurchfahrten. Die südliche F208 ist landschaftlich sehr schön, führt jedoch durch mehrere Furten und stellt damit höhere Anforderungen an Fahrer und Fahrzeug.

Ein einzelner Wanderer mit Rucksack steht auf lavabedecktem Boden vor einem See, umgeben von grünen und schwarzen Bergen, im Sonnenuntergang bei klarem Himmel.
Mehrere Wasserfälle fließen durch eine zerklüftete, grüne Felslandschaft bei Sonnenuntergang, mit einem bewölkten Himmel im Hintergrund.
Ein Wasserfall in einer winterlichen Landschaft mit schneebedeckten Felsen und gefrorenem Wasser, unter einem Himmel mit blauen und pinkfarbenen Wolken.
Vulkansee in einer caldera, umgeben von schneebedeckten Hügeln und dunklem vulkanischem Gestein, bei bewölktem Himmel.
Bunte, bergige Landschaft unter einem dunklen, bewölkten Himmel
Eine asphaltierte Straße führt durch eine weite, grüne Vulkanlandschaft mit Bergen im Hintergrund und bewölktem Himmel.
Landschaft mit einer unbefestigten Straße im Vordergrund, weite Ebenen und hohe Berge mit Schneeflächen im Hintergrund, dunkle Wolken am Himmel.
Eine beeindruckende Panoramaaufnahme eines Flusstals mit mehreren Wasserfällen, umgeben von grünen, moosbedeckten Felsen in einer kargen, vulkanischen Landschaft. Der Himmel ist bewölkt.

Wieviel Zeit hast du?

Wie viel du von Islands Landschaften sehen kannst, hängt nicht nur von der Länge deiner Reise ab, sondern auch davon, wie du reisen möchtest. Wer viel fotografiert oder wandert, braucht natürlich mehr Zeit als jemand, der die Landschaft hauptsächlich im Vorbeifahren genießt. Die folgenden Vorschläge sind deshalb nur eine Orientierung für deine erste Islandreise.

7 Tage

Entdecke den Süden Islands entlang der Ringstraße und kombiniere die Reise mit dem Golden Circle oder (meine persönliche Empfehlung) der Halbinsel Snæfellsnes. Mit einem engen Zeitplan ist sogar eine komplette Umrundung möglich – dann verbringst du allerdings viele Stunden im Auto.

10 Tage

Die klassische Rundreise entlang der Ringstraße mit allen bekannten Highlights. Die Etappen sind angenehm zu fahren und lassen genug Zeit für Wasserfälle, Aussichtspunkte und kleinere Wanderungen.

14 Tage

In zwei Wochen kannst du die Ringstraße ganz entspannt erkunden. Zusätzlich bleibt Zeit für Abstecher nach Snæfellsnes, in die Westfjorde oder – je nach Jahreszeit und Fahrzeug – ins isländische Hochland.

20 Tage

Mit drei Wochen oder mehr kannst du Island ohne Zeitdruck erleben. Bleib auch mal mehrere Nächte an besonders schönen Orten, unternimm längere Wanderungen, entdecke abgelegene Regionen und plane ausgiebige Ausflüge ins Hochland ein.

Unterwegs im Hochland von Island