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  • Thomas Schnitzler

Backup auf Reisen - Fotos sichern mit dem Smartphone

Aktualisiert: 13. Feb.

Das ist ein unabhängiger Bericht. Ich habe keine Kooperation mit den Herstellern der Produkte. Alle Produkte habe ich regulär im Handel erworben.

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Die Sicherung von Reisebildern ist immer wieder ein Thema. Ein wichtiges Thema! Niemand möchte seine Reisebilder verlieren. Es gibt verschiedene Ansätze wie man ein solches Backup durchführen kann. Früher gab es Imagetanks, dann Festplatten wie die WD My Passport Wireless Pro (zuletzt eine SSD mit integriertem SD-Kartenleser) und einige andere Projekte wie z.B. die Gnarbox. Diese Geräte sind aber gar nicht mehr oder nur noch schwer zu bekommen. Eine weitere Möglichkeit ist Sicherung der Daten direkt in der Cloud, dafür benötigt man aber eine schnelle Internetverbindung und ein entsprechendes Datenvolumen bei einem der Cloudanbieter und natürlich ein Gerät, mit dem man die Daten überträgt.

Was gibt es für Alternativen?

Backup von Fotos und Aufladen von Akkus
Backup (mit der Little Backup Box) und Aufladen der Akkus während meiner Reise nach Finnland.

Seit längerer Zeit nutze ich einen Raspberry Pi mit dem Programm Little Backup Box zum Backup meiner Fotos auf meinen Reisen. Nach wie vor bin ich sehr zufrieden mit dieser Lösung. Meine Berichte dazu findet Ihr in diesem Blog Beitrag.

Ich bin zu dieser Lösung gekommen, weil ich nicht immer ein Notebook mitnehmen wollte, aber trotzdem Backups von meinen Speicherkarten machen wollte. Die erste Idee war damals, dies über mein Smartphone zu erledigen, der Transfer war aber sehr langsam und instabil, sodass ich diese Idee verworfen hatte und ich dann glücklicherweise das Raspberry Projekt im Internet gefunden hatte.

Nun habe ich aber seit kurzem ein Smartphone mit einem USB 3.2 Port (Samsung S23) und da kam mir die Idee, das nochmal zu testen.


Hardware


Software/App


Kopiergeschwindigkeit und Handling

Backup von Fotos mit dem Smartphone. Ein Hub der über eine Powerbank mit Strom versorgt wird, eine SSD und ein Kartenleser.
Backup von Fotos mit dem Smartphone. Ein Hub der über eine Powerbank mit Strom versorgt wird, eine SSD und ein Kartenleser.

Um es direkt am Anfang zu sagen, die Kopiergeschwindigkeit ist sehr gut!

Als Smartphone kam wie bereits erwähnt ein Samsung S23 zum Einsatz. Da meine Dateimenge an Bildern viel zu groß ist um diese auf dem internen Speicher des Smartphones zu sichern, erfolgte die Sicherung direkt auf einer SSD. Um sowohl den Card Reader als auch die SSD gleichzeitig mit dem Smartphone zu verbinden, habe ich einen USB-Hub verwendet. Diesen habe ich über eine Powerbank mit Strom versorgt. Ohne diese externe Stromversorgung gab es immer wieder Abbrüche während des Kopierens, die Stromversorgung aus dem Smartphone reicht nicht für beide Geräte aus. Denkbar wäre es zunächst alle Daten von der Speicherkarte auf das Smartphone zu speichern und dann in einem zweiten Schritt von dort aus auf eine SSD. Das war mir aber zu umständlich.

Als App habe ich den Dateimanager “File Manager Plus” verwendet, mit seiner Hilfe ließ sich der Kopiervorgang relativ komfortabel starten und verfolgen. Die Kopiergeschwindigkeiten sind unten in der Tabelle dargestellt. Insbesondere beim Kopieren von Cfexpress-Karten erreicht man sehr hohe Geschwindigkeiten. Theoretisch hätten die SD-Karten schneller kopiert werden müssen (die USB Schnittstelle des Smartphones ist hier nicht der limitierende Faktor), aber auch diese Kopiergeschwindigkeiten sind vollkommen akzeptabel. Eine volle 64GB Karte wird in ca. 15 min gesichert, eine volle 128GB CFexpress-Karte bereits nach 6 min. Ähnlich schnell wie das Kopieren von CFexpress-Karten auf SSD ist auch das Kopieren von SSD zu SSD, um z.B. eine zweite Kopie der Datensicherung anzufertigen.

Der Akkuverbrauch des Smartphones hält sich bei allen Kopiervorgängen sehr in Grenzen.

Tabelle mit Kopiergeschwindigkeiten unterschiedlicher Speichermedien über ein Samsung S23 mit USB-Hub.
Kopiergeschwindigkeiten unterschiedlicher Speichermedien über ein Samsung S23 mit USB-Hub.

Fortschritt, Geschwindigkeit und Restzeit wird während des Kopierens angezeigt. Tritt ein Fehler während des Kopierens auf, wird dieser angezeigt. Der Kopiervorgang muss dann erneut gestartet werden.


Die verwendete App ist natürlich nicht speziell auf das Sichern von Fotos ausgelegt, es ist ein einfacher Dateimanager. Im Gegensatz zur Little Backup Box muss man hier den Kopiervorgang manuell starten. Das heißt auf dem Ziellaufwerk einen Ordner erstellen, auf der Speicherkarte die Bilder auswählen, die man sichern möchte und mittels Copy und Paste den Kopiervorgang starten. In der Regel wird man einfach den ganzen Bilderordner der Speicherkarte auswählen und diesen in den neuen Ordner einfügen. Nachteil ist, es werden alle Bilder gesichert, auch diese, die vielleicht schon gesichert wurden, weil man die noch nicht volle Speicherkarte vom Vortag wieder verwendet hat. Das passiert bei der Little Backup Box nicht, hier werden nur die neuen Dateien gesichert (kann unter Umständen sehr viel Speicherplatz sparen). Nachdem der Kopiervorgang abgeschlossen ist, müssen der Kartenleser und die SSD über den Dateimanager wieder abgemeldet werden, erst dann darf die Verbindung getrennt werden.



Zusammenfassung


Vorteile

  • Im Vergleich zur Little Backup Box noch weniger mitzunehmen.

  • Kopiergeschwindigkeit schneller, insbesondere bei CFexpress-Karten und Kopieren von SSD zu SSD.

  • Keine Bastelarbeit und keine Softwareinstallation notwendig (bis auf die App).

  • Preiswerter, wenn man bereits ein Smartphone mit USB 3 Port besitzt, insbesondere derzeit, da alle Raspberry Pi Modelle sehr teuer und zudem meist nicht verfügbar sind.

Nachteile

  • Nur sinnvoll möglich, wenn man ein Smartphone mit USB 3 Port hat, ansonsten sehr langsam.

  • Kein Automatisierter Prozess, Ordner müssen angelegt werden, Kopieren muss manuell gestartet werden.

  • Es werden nicht automatisch nur die neuen Files kopiert, kann zu mehr Speicherbedarf führen.

  • USB-Speichergeräte müssen manuell am Ende des Kopiervorgangs abgemeldet werden.

  • Smartphone während des Kopiervorgangs nicht oder nur sehr unbequem nutzbar.



Fazit

Wird das nun meine Standard Backup Methode für meine Bilder auf Reisen? Da bin ich mir noch nicht sicher, irgendwie habe ich mich an die Little Backup Box gewöhnt und sie bietet neben ein paar Nachteilen auch Vorteile, insbesondere der vollautomatische Prozess ist praktisch, ebenso die Sicherung von nur neuen Bildern. Leichter, schneller, platzsparender und in der Regel auch billiger, ist aber die Lösung mit dem Smartphone.


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